Gründe warum wir auf jegliche Duftstoffe verzichten
Die Wahrnehmung von Düften ist sehr individuell. Der eigene Lieblingsduft kann dem Nächsten unangenehm die Nase hochsteigen, Niesreiz oder gar Tränenfluß auslösen. Daher ist es unmöglich einen universellen Duft zu finden, der von allen Menschen als »angenehm frisch« beurteilt würde. Dann hat die Nase einen direkten Informationszugang zum Gehirn, welcher vom Menschen weder gesteuert noch bewußt wahrgenommen werden kann. Die u. a. auch zum Mandelkern (Amygdala) geleiteten Informationen sind in der Lage Emotionen wie Angst oder Erregung auszulösen und können folglich den Schlaf erheblich stören.
Weiterer Gründe um auf Duftstoffe zu verzichten sind ganz konkrete, gesundheitliche. Duftstoffe stehen nicht nur im Verdacht Allergien auszulösen. Auch die zunehmende Zahl der an MCS leidenden Menschen soll im engen Zusammenhang mit dem großzügigen Gebrauch von Duftstoffen stehen.
Wir empfehlen das Buch von Hans Hatt und Regine Dee "Niemand Riecht So Gut Wie Du" ISBN 978-3-492-25747-3
Auch das Umweltbundesamt (UBA)hält ein ganzes Bündel von Beiträgen zum Thema Duftstoffe bereit.
Hier zum Beitrag des uba mit dem Titel: Wenn Angenehmes zur Last werden kann
Unter folgendem Link können Sie ein Informationsblatt über Duftstoffe in Wasch-, Pflege- ind Reinigungsmittel des UBA als pdf herunterladen:
Zum Infoblatt-Umweltbundesamt
Nachfolgend ein Beitrag des UBA über Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmittel:
Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln sollen dem Produkt einen angenehmen Duft verleihen und gleichzeitig unangenehme Gerüche der Komponenten oder der Waschlauge überdecken.
Duftstoffe für Wasch- und Reinigungsmittel müssen in der Rahmenrezeptur nur als Sammelbegriffe (Parfüm bzw. Duftstoff) gemeldet werden, so dass dem Umweltbundesamt über die Anzahl und die Zusammensetzung der komplexen Stoffgemische keine flächendeckenden Angaben vorliegen. 1999 wurden in Deutschland 5700 t Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt (Quelle: Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW) 2000).
Einige Duftstoffe wie z. B. Limonen oder Minzöl haben eine bestimmte biozide Wirkung. Davon abgesehen, haben Duftstoffe keine Bedeutung für die Reinigungswirkung von Wasch- und Reinigungsmitteln. Wer auf Duftstoffe verzichten möchte kann auf duftstofffreie Waschmittel zurückgreifen.
Bestimmte Duftstoffkomponenten, die Nitromoschusverbindungen und die polycyclischen Moschusverbindungen, werden aus ökologischer und toxikologischer Sicht kritisch beurteilt. Verschiedene Autoren belegen vor allem: die geringe Wasserlöslichkeit von Nitromoschusverbindungen,einen hohen Octanol/Wasser-Koeffizienten,ein hohes Bioakkumulationspotential undPersistenz bzw. langsame Abbaubarkeit.
Sowohl für die Nitromoschusverbindungen als auch für die polycyclischen Moschusverbindungen liegen zur Bewertung der Ökotoxizität kaum Untersuchungen vor. Die Umweltrisikobewertung für polyzyklische Moschusverbindungen sollte durch weitere Untersuchungen verbessert werden. Insbesondere für die Exposition im Boden und Sediment bestehen große Unsicherheiten für die Bewertung. Für Galaxolide (HHCB) und Tonalide (AHTN) liegt eine Risikobewertungs-Studie vor.
Moschus-Xylol wird aufgrund einer Selbstverpflichtung des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel e. V (IKW) in Deutschland seit 1994 nicht mehr in neuen Produkten eingesetzt. Die Verwendung in Produkten, die vor 1994 auf dem Markt waren, sollte durch den Einsatz von Ersatzstoffen nach und nach beendet werden.
Moschus-Ambrette wurde schon 1983 durch die IFRA (International Fragrance Association) streng eingeschränkt. Die anderen Nitromoschusverbindungen unterliegen bisher keinen Anwendungsbeschränkungen.
Polyzyklische Moschusverbindungen, die als Ersatz für Nitromoschusverbindungen zum Einsatz kommen, sind in diversen Umweltproben nachweisbar. Ihre Konzentrationen in der Umwelt waren bereits 1998 z. T. 100-fach höher als diejenigen der Nitromoschusverbindungen.
Der Anteil der polyzyklischen Moschusersatzstoffe am Weltmarkt liegt zur Zeit bei ca. 85 % , der von Nitromoschusverbindungen bei ca. 12 %. Bei den polyzyklischen Moschusverbindungen dominieren mengenmäßig Tonalide (AHTN) und Galaxolide (HHCB), die zusammen ca. 95 % des Marktes für synthetische polyzyklische Moschusriechstoffe in der EU ausmachen (Stand 1997). Absolut betrug die Gebrauchsmenge von AHTN in Europa 585 t (1995) und diejenige von HHCB 1482 t.
Insgesamt ist festzustellen, dass die Datenlage sowohl hinsichtlich der Exposition als auch in bezug auf die Wirkkonzentrationen nicht ausreichend für eine endgültige Entlastung der polyzyklischen Moschusverbindungen ist.
Für die Persistenz der Verbindungen sprechen der unzureichende biologische Abbau sowie die hohen gemessenen Biokonzentrationsfaktoren (BCF) in Fischen (BCF für AHTN von 597, für HHCB von 1584). Entlastend wirkt, dass die Aufnahme der Stoffe in den Fischkörper innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne von 2-3 Tagen reversibel zu sein scheint sowie das Fehlen von Hinweisen auf gebundene Rückstände oder eine organspezifische Anreicherung.
Die ökotoxikologische Relevanz der im Fischkörper nachgewiesenen polaren Metaboliten ist unbekannt.
Die Aussagen über die Schadstoffanreicherung in der terrestrischen Nahrungskette kann nur als grobe Abschätzung
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